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Eulen in Finnland

Sperbereule / Hawk Owl, Surnia ulula - nicht im Bild: eine Milliarde Mücken

Sperbereule / Hawk Owl, Surnia ulula - nicht im Bild: eine Milliarde Mücken

Eulen nach Athen tragen sei sinnlos, heißt es immer. Mindestens genau so sinnlos wäre es, die Nachtgreife nach Finnland zu transportieren – denn dort gibt es bereits acht Arten.

 

Aber nicht nur die Häufigkeit und Vielfalt an Eulen spricht für einen Foto-Trip ins Land der tausend Seen (eigentlich sind es ja über 200.000), sondern auch die geographische Lage des Landes: Weit im Norden gelegen reicht es über den Polarkreis, wo es im Sommer bekanntlich nie dunkel wird. Den Eulen bleibt also nichts anderes übrig, als im Hellen zu jagen – für Fotografen die einmalige Möglichkeit sie aktiv bei einigermaßen akzeptablen Lichtbedingungen abzulichten.

Die Standorte des Workshops: Oulu und Kuusamo:

Auf einer größeren Karte anzeigen

Dunkler wird's nicht - Sonnenuntergang in Kuusamo

Dunkler wird's nicht - Sonnenuntergang in Kuusamo

Genug Gründe also, um Anfang Juni 2011 am „Owls of the Taiga Forest“- Workshop von Finnature teilzunehmen. Die Gelegenheit war günstig, sorgte doch ein ausgesprochen gutes Mäuse- / Lemmingjahr für reichlich Eulennachwuchs (selbst die Schnee-Eulen in Norwegen brüten, was sie ungefähr alle 30 Jahre einmal tun, aber das ist eine andere Geschichte). Und so bestanden gute Aussichten, Sperbereule (Hawk Owl, Surnia ulula), Habichtskauz (Ural Owl, Strix uralensis), Bartkauz (Great Grey Owl, Strix nebulosa) Raufußkauz (Tengmalm’s Owl, Aegolius funereus) und Sperlingskauz (Pygmy Owl, Glaucidium passerinum) vor die Linse zu bekommen.

 

Leider hatte die gute Nahrungsversorgung und eine ausgesprochen lange Schönwetterphase auch ihre Nachteile: Nicht nur die Mücken und Gnitzen waren zwei Wochen früher dran als üblich, auch die Eulen waren schneller mit dem Brüten fertig, als es uns Recht war.

Wie bereits in dem Artikel über den Waldkauz erwähnt, verlassen junge Eulen schon vor dem flügge werden das Nest und sitzen dann als so genannte Ästlinge mehr oder weniger fotogen in der Gegend herum. Die Bindung der Altvögel an das Nest schwindet, und es wird dann sehr schwierig, diese zu beobachten, geschweige denn zu fotografieren.

Und so gibt es leider keine Bilder von ausgewachsenen Raufußkäuzen und überhaupt keine vom Habichtskauz – aber immerhin von Sperbereule, Bartkauz und Sperlingskauz – hier die Galerie:

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